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DiPlanung und Open Source: Grundsätzlicher Ansatz und aktuelle Entwicklungen

Mit ihrem konsequenten Open-Source-Ansatz verfolgt die Plattform DiPlanung das Ziel, digitale Lösungen der Verwaltung transparent, nachnutzbar und langfristig unabhängig verwendbar bereitzustellen. Dabei werden sowohl offene Technologien eingesetzt als auch eigene Entwicklungen schrittweise als Open Source veröffentlicht. Mitte 2026 wurde die Open-Source-Stellung weiterer Komponenten abgeschlossen.

Mit ihrer Open-Source-Strategie greift die Plattform DiPlanung einen Trend auf, der insbesondere in der Verwaltungsdigitalisierung an Bedeutung gewinnt. Durch die Offenlegung des Quellcodes sowie die Verwendung offener Standards und Schnittstellen werden Transparenz, Nachnutzbarkeit und digitale Souveränität gestärkt. Gleichzeitig werden die Integration in heterogene Verwaltungs-IT-Landschaften erleichtert, die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern reduziert sowie eine langfristige Weiterentwicklung und Nutzung der Lösung unterstützt. Der Ansatz entspricht zugleich den Zielsetzungen der Digitalstrategie der Bundesregierung und dem Leitgedanken „Public Money? Public Code!“, nach dem durch öffentliche Mittel finanzierte Software möglichst offen zugänglich und für weitere Nutzungen verfügbar gemacht werden soll. Damit unterstützt DiPlanung zugleich das im Rahmen der – durch das Onlinezugangsgesetz (OZG) vorangetriebenen – Verwaltungsdigitalisierung etablierte Prinzip „Einer für Alle“ (EfA), indem entwickelte Lösungen und Komponenten von weiteren öffentlichen Stellen nachgenutzt und an spezifische Anforderungen angepasst werden können.

Der Open-Source-Ansatz der Plattform DiPlanung umfasst zwei wesentliche Aspekte: Zum einen basiert die Lösung auf dem Einsatz zahlreicher quelloffener Werkzeuge, Bibliotheken und technischer Komponenten. Zum anderen werden die im Rahmen der DiPlanung entwickelten eigenen Softwarekomponenten schrittweise unter einer Open-Source-Lizenz bereitgestellt. Die integrierte Welt der DiPlanung besteht dabei aus einem Zusammenspiel verschiedener Fachkomponenten sowie zentraler Querschnittskomponenten. Die Open-Source-Stellung der Eigenentwicklungen ist daher eine umfangreiche Aufgabe, die einer sorgfältigen technischen und organisatorischen Konzeption sowie einer schrittweisen Umsetzung bedarf.

Die Veröffentlichung der Quellcodes erfolgt über die Plattform openCode. Ziel ist es, die Nachnutzung der entwickelten Lösungen zu fördern und öffentlichen Stellen sowie beauftragten Dienstleistern eine Grundlage für Prüfung, Betrieb und Weiterentwicklung bereitzustellen. Der Aufbau einer aktiven Entwicklergemeinschaft im Sinne eines offenen Community-Projekts ist dabei nicht das primäre Ziel. Vielmehr soll der offene Zugang zum Quellcode die Wiederverwendbarkeit und langfristige technische Unabhängigkeit unterstützen. Erste Erfahrungen aus dem Kreis der Nachnutzenden der DiPlanung zeigen, dass dieser Ansatz schnell Früchte trägt, denn es gibt ihrerseits bereits erste Entwicklungen, die die Funktionalität der EfA-Komponenten sinnvoll erweitern.

Die Open-Source-Stellung der zentralen Komponente DiPlanBeteiligung erfolgte bereits Ende 2022 über openCode. Seitdem wird die Bereitstellung weiterer Komponenten und Bausteine der Plattform kontinuierlich vorangetrieben. Zuletzt wurden Mitte 2026 das zentrale Dokumentenmanagementsystem DiPlanDMS, der übergreifende Styleguide DiPlanStyle, die Komponente für das Identitäts- und Zugriffsmanagement DiPlanIAM veröffentlicht sowie der umfassende Kartenclient DiPlanKarten mit zahlreichen Darstellungs-, Analyse- und Bearbeitungsfunktionen veröffentlicht.

Für folgende Komponenten der DiPlanung ist die Open-Source-Stellung Stand August 2026 abgeschlossen und als GitLab-Repository auf openCode bereitgestellt: